U21 EM: Deutschland mit Losglück

Das schon legendäre deutsche Losglück scheint inzwischen nicht mehr nur der A-Nationalmannschaft, sondern auch den Nachwuchs-Teams treu zu sein. Zumindest könnte man auf die Idee kommen, betrachtet man, mit wem es die deutsche U21 bei der Europameisterschaft im kommenden Jahr zu tun bekommt. Die Gruppe scheint meisterbar.

Die Gegner der deutschen U21-Nationalmannschaft
Bei der EM, die in den letzten zwei Juni-Wochen in Tschechien ausgetragen wird, muss sich Deutschland dem Gastgeber, Dänemark und Serbien stellten. Das letzte Team hat in der Qualifikation für das Endturnier große Schlagzeilen gemacht, weil es mit Spanien einen der großen Favoriten auf den Titel aus dem Rennen geworfen hat. Trotzdem scheinen die Serben nicht unbezwingbar zu sein. Dies gilt umso mehr für Dänemark, das sicher der große Außenseiter in der Gruppe ist. Tschechien ist eine Wundertüte, die man nur schwer einschätzen kann. Allerdings scheint das Team längst nicht mehr die Qualität früherer Generationen zu besitzen.
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FC Bayern: Ribery hadert mit dem Schicksal

Franck Ribery hatte gegen den VfB Stuttgart ein umjubeltes Comeback gefeiert. Trainer Pep Guardiola hatte ihn in der zweiten Halbzeit gegen die Schwaben eingewechselt und der Deutsche erzielte prompt das 2:0 für den FC Bayern München. Der Franzose schien endlich wieder auf dem ansteigenden Ast zu sein. Doch die kalte Dusche folgte praktisch sofort. Gegen Manchester City in der Champions League fehlte Ribery bereits wieder, da er sich erneut verletzt hat.

Probleme mit der Patella-Sehne
Die Patella-Sehne am linken Knie zwingt den 31-Jährigen erneut zur Zwangspause vom Profi-Fußball. Diese hat sich entzündet. Wie lange er seinem Team nicht zur Verfügung stehen kann, wisse er nicht, erklärte Ribery auf Nachfrage des „kicker“. Erfahrungsgemäß handelt es sich bei dieser Verletzung allerdings um nichts, was nach Tagen abgeheilt ist. Belastet man eine entzündete Patella-Sehne zu früh, verschlimmert sich der Zustand sofort. Bastian Schweinsteiger fällt seit Wochen mit genau diesem Problem aus und kann deshalb auch kaum trainieren. Die einzige Möglichkeit, eine entzündete Sehne wirklich zu kurieren, ist Ruhe.
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Tauziehen beendet: HSV verpflichtet Müller

Der Hamburger SV hat Nicolai Müller vom FSV Mainz 05 verpflichtet. Die Hanseaten bekamen damit ihren Wunschkandidaten für die Offensive, um den in Richtung Bayer Leverkusen abgewanderten Hakan Calhanoglu zu ersetzen. Dem Deal war ein wochenlanges Tauziehen zwischen den Klub voraus gegangen. Müller kann in der Offensive jede Position bekleiden und war aus diesem Grund sehr wertvoll für Mainz. Die Rheinhessen wollten ihn ursprünglich nicht ziehen lassen.

Beiersdorfer lobt Bodenständigkeit und Vielseitigkeit
Müller erhält an der Elbe einen Vier-Jahres-Vertrag. Er soll dabei helfen, dass die desaströse letzte Saison künftig nichts weiter als eine grauenvolle Erinnerung ist, die langsam verblasst. HSV-Boss Dietmar Beiersdorfer lobt aus diesem Grund nicht nur die Vielseitigkeit des Spielers, sondern hebt auch dessen Charakter hervor. Der 26-Jährige habe „trotz seiner sportlichen Erfolge“ seine Bodenständigkeit gewahrt, ist der leitende Geschäftsführer der Hanseaten überzeugt.
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Schiri. Neymar und Thiago Silva: Die wichtigsten News vor Deutschland – Brasilien

Am Dienstag um 22 Uhr deutscher Zeit trifft die Nationalmannschaft auf die Auswahl Brasiliens, um im Halbfinale der WM am Zuckerhut den ersten Teilnehmer des Endspiels zu ermitteln. Inzwischen ist auch bekannt, welcher Schiedsrichter das Spiel leiten wird: Diese Aufgabe fällt dem Mexikaner Marco Rodriguez zu. Bei manch einem Leser mag der Name eine kurze Erinnerung auslösen, die unangenehm ist: Es war dieser Unparteiische, der die Beißattacke des Urguayers Luiz Suarez gegen den Italiener Chiellini übersah. Deutschland kennt Rodriguez aus seinem Eröffnungsspiel bei der WM 2010 gegen Australien: Die DFB-Elf gewann damals 4:0.

Neymar will keine Wunderheilung
Ein Wirbelbruch verhindert, dass Neymar am Spiel gegen Deutschland teilnehmen kann. Und dabei wird es bleiben: Der Superstar lehnte diverse Behandlungsvorschläge ab, die ihn angeblich rechtzeitig wieder gesund sein lassen würden. Weiterlesen

Stuttgart erhält offenbar Zuschlag bei Ginczek

Nur wenige Spieler des 1. FC Nürnberg waren trotz des Abstiegs und ihrer eigentlich nur geringen Einsatzzeiten so begehrt wie Daniel Ginczek: Der Angreifer lief 17 Mal in der Bundesliga auf und erzielte drei Tore. Trotzdem wollten der VfB Stuttgart, Werder Bremen und Eintracht Frankfurt zuschlagen und die feste Ablöse von 2,5 Millionen Euro zahlen. Den Zuschlag erhalten die Schwaben, wie der „kicker“ berichtet.

Bobic bestätigt gute Aussichten
Gegenüber dem Fachmagazin bestätigt VfB-Manager Fredi Bobic, dass sein Verein aussichtsreich im Rennen darum liege, sich die Dienste des Stürmers zu sichern. Der Verantwortliche fügt an, dass er hoffe, „in den nächsten Tagen“ den Transfer endgültig in trockene Tücher bringen zu können. Solche Aussagen hört man gewöhnlich nur dann, wenn der Wechsel tatsächlich perfekt ist und nur noch Kleinigkeit erledigt werden müssen, wie z.B. die Formulierung des Auflösungsvertrags beim bisherigen Arbeitgeber, der für jeden Wechsel vorgeschrieben ist.
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Nach Augsburg-Pleite: Fatalismus beim Hamburger SV

Wer es mit dem Hamburger SV hält, durchlebt momentan wohl seinen schlimmsten Alptraum. Es hat den Anschein, als wollten die Hanseaten sich nicht länger gegen den ersten Bundesliga-Abstieg in der Vereinsgeschichte wehren. Fatalismus pur ist ausgebrochen. Dabei verheißt der Blick auf die Tabelle nach wie vor Hoffnung. Der HSV steht auf dem Relegationsplatz. Platz 15 ist zwar nur noch in theoretischer Reichweite, doch bleiben die Norddeutschen zumindest 16., so haben sie es weiterhin in der eigenen Hand, die Klasse zu halten.

Slomka ratlos
Von den Tribünen schallte es nach dem 1:3 gegen den FC Augsburg – wieder einmal – den berühmten Frustruf „wir haben die Schnauze voll“. Trainer Mirko Slomka erklärte, er könne die Wut der eigenen Anhänger „verstehen“. Der dritte Coach des HSV in dieser Saison wirkt ob der desolaten Leistungen seiner Mannschaft inzwischen ebenso ratlos wie seine beiden Vorgänger. Man strahle „überhaupt keine Torgefahr aus“, so der frühere Hannoveraner, und das „egal mit welchem Torschützen“. Wenn Heiko Westermann der beste Torschütze im Team sei, dann „ist das einfach zu wenig“, schimpfte der frustrierte Slomka.
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FC Bayern: Manchester United will nach Boateng greifen

Jerome Boateng und die englische Premier League – das war eigentlich keine Liebesgeschichte. Gerade einmal ein Jahr blieb der Nationalspieler nach seinem Wechsel vom Hamburger SV zu Manchester City auf der britischen Insel. Dann folgte er dem Ruf des FC Bayern München zurück in die Bundesliga. Bei den Citizens wollte es niemand zugeben, doch traurig über den Transfer war fast keiner. Boateng schien ungeeignet für einen Premier League-Verein mit höchsten Ansprüchen. Fast drei Jahre ist dies her: Boateng hat sich inzwischen zu einem der besten Verteidiger der Bundesliga entwickelt, hat einmal das Champions League-Finale erreicht und konnte die Königsklasse einmal gewinnen. In diesem Jahr ist wenigstens der Meistertitel bereits sicher. Mehr ist sehr gut möglich. Manchester United scheint dies überzeugt haben.
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Kein neuer Vertrag für Urgestein Menz

Auch 13 Jahre Vereinstreue schützen nicht vor den gängigen Mechanismen des harten Profi-Geschäfts. Dies muss nun auch Christopher Menz von Fußball-Zweitligist Union Berlin am eigenen Leib erfahren. Trotz zuletzt starker Leistungen soll der Vertrag des 24-Jährigen bei den Eisernen laut aktueller Informationen nicht verlängert werden.

Der Defensivspezialist kam als damals Zwölf-Jähriger aus Magdeburg nach Berlin, kämpfte sich durch sämtliche Jugend-Mannschaften bis hin zur Profi-Mannschaft vor und überzeugte stets durch großen Trainingsfleiß und eine, trotz dem langem Reservistendaseins, äußerst professionellen Einstellung. Denn erst durch den Wintertransfer von Stamm-Sechser Markus Karl in Richtung Bundesliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern schafft es Menz im Trikot der Eisernen, auf sich aufmerksam zu machen und sich einen Platz in der ersten Elf zu erarbeiten. Zuvor absolvierte Menz nur eine Partie über die komplette Distanz, wurde ansonsten nur sporadisch für die letzten Minuten eingewechselt und trug meist Trainingsanzug statt Spielkluft. Weiterlesen

Choupo-Moting weiter verletzt

Bei den Mainzern läuft es in den letzten Wochen ziemlich rund. Aus der Personalabteilung kamen nun aber wieder schlechte Nachrichten. So müssen die 05er noch länger auf das Comeback von Erik Maxim Coupo-Moting warten. In diesem Jahr wird der Nationalspieler Kameruns definitiv nicht mehr auf den Platz zurückkehren. Aktuell ist sogar noch unsicher, ob der Stürmer zur Rückrunde wieder fit sein wird.

„Das ist nicht sicher. Im Moment ist für ihn kein Mannschaftstraining möglich. Erik braucht Ruhe, muss sehr vorsichtig sein“, so Trainer Thomas Tuchel zu der momentanen Verzögerung der Genesung seines Schützlings. Am 25. September verletzte sich Choupo beim 0:3 gegen Schalke am linken Knie. Wegen eines eingerissenen Meniskuses musste er sich einer Operation unterziehen, nach der er erst vor 2 Wochen wieder die ersten Gehversuche starten konnte. Bei größerer Belastung reagierte das Knie allerdings wieder gereizt, sodass der Mainzer wieder komplett zur Schonung übergehen musste. Weiterlesen

Kramer fordert Realismus

Egal, ob er nun nur bis zur Winterpause seinen Job inne hat, oder auch darüber hinaus-Interimscoach Frank Kramer will in seiner Zeit als Verantwortlicher der TSG 1899 Hoffenheim seine Arbeit möglichst gut bewältigen. „Jeder kann doch die Tabelle lesen. Je eher wir uns dem stellen, desto besser kommen wir damit klar“, so der 40-Jährige energisch.

Aktuell stehen die Kraichgauer mit nur 12 Punkten fest verankert auf dem Relegationsplatz 16, der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt mittlerweile allerdings schon 6 Punkte. Diese Lücke droht nun noch größer zu werden, denn im letzten Spiel der Hinserie geht es gerade gegen den Meister aus Dortmund. „Wir brauchen realistische Ziele, alles andere führt sehr schnell zur Überforderung. Jetzt sind einfache Mittel wie Teamgeist und Leidenschaft gefragt. Individuelle Klasse allein hilft uns nicht wirklich weiter“, so Kramer, der vor der Entlassung von Markus Babbel noch die U23 der TSG trainiert hatte. Weiterlesen