Am Dienstag um 22 Uhr deutscher Zeit trifft die Nationalmannschaft auf die Auswahl Brasiliens, um im Halbfinale der WM am Zuckerhut den ersten Teilnehmer des Endspiels zu ermitteln. Inzwischen ist auch bekannt, welcher Schiedsrichter das Spiel leiten wird: Diese Aufgabe fällt dem Mexikaner Marco Rodriguez zu. Bei manch einem Leser mag der Name eine kurze Erinnerung auslösen, die unangenehm ist: Es war dieser Unparteiische, der die Beißattacke des Urguayers Luiz Suarez gegen den Italiener Chiellini übersah. Deutschland kennt Rodriguez aus seinem Eröffnungsspiel bei der WM 2010 gegen Australien: Die DFB-Elf gewann damals 4:0.
Neymar will keine Wunderheilung
Ein Wirbelbruch verhindert, dass Neymar am Spiel gegen Deutschland teilnehmen kann. Und dabei wird es bleiben: Der Superstar lehnte diverse Behandlungsvorschläge ab, die ihn angeblich rechtzeitig wieder gesund sein lassen würden. Diese reichten von der Wunderheilung bis hin zum Fitspritzen. Den Preis, den Neymar dafür möglicherweise zahlen müsste, wäre auch zu hoch: Die lebenslange Sportinvalidität.
CFB protestiert gegen Silvas Gelbsperre
Spielen soll hingegen Thiago Silva – zumindest wenn es nach dem Willen des brasilianischen Verbands CFB geht. Dieser erhob offiziell Einspruch gegen die Gelbsperre seines Kapitäns. Die Chancen, dass die FIFA dem folgt, sind sehr gering. Allerdings ist Brasilien schon einmal ein derartiges Kunststück gelungen: Das war allerdings 1962 und ist damit schon fast nicht mehr wahr. Zudem gibt es bislang keine Begründung, weshalb der CFB gegen die Gelbsperre vorgeht, abgesehen vom verständlichen Grund, dass man den eigenen Mannschaftskapitän in einem derart wichtigen Spiel lieber dabei hätte. Die FIFA ließ in einem ersten Statement schon wenig Sympathie für den Antrag durchblicken: Schiedsrichter seien in ihren Tatsachenentscheidungen besonders geschützt. Und es handele sich bei der gelben Karte gegen Silva im Spiel gegen Kolumbien vermutlich um keine Fehlentscheidung. Der Brasilianer hatte ohne Grund den kolumbianischen Torwart umgerempelt.