Der Hamburger SV hat Nicolai Müller vom FSV Mainz 05 verpflichtet. Die Hanseaten bekamen damit ihren Wunschkandidaten für die Offensive, um den in Richtung Bayer Leverkusen abgewanderten Hakan Calhanoglu zu ersetzen. Dem Deal war ein wochenlanges Tauziehen zwischen den Klub voraus gegangen. Müller kann in der Offensive jede Position bekleiden und war aus diesem Grund sehr wertvoll für Mainz. Die Rheinhessen wollten ihn ursprünglich nicht ziehen lassen.
Beiersdorfer lobt Bodenständigkeit und Vielseitigkeit
Müller erhält an der Elbe einen Vier-Jahres-Vertrag. Er soll dabei helfen, dass die desaströse letzte Saison künftig nichts weiter als eine grauenvolle Erinnerung ist, die langsam verblasst. HSV-Boss Dietmar Beiersdorfer lobt aus diesem Grund nicht nur die Vielseitigkeit des Spielers, sondern hebt auch dessen Charakter hervor. Der 26-Jährige habe „trotz seiner sportlichen Erfolge“ seine Bodenständigkeit gewahrt, ist der leitende Geschäftsführer der Hanseaten überzeugt.
Abschied nach drei erfolgreichen Jahren
Müller ist so etwas wie ein Ligabummler. Ursprünglich stammt er aus der Jugendabteilung von Eintracht Frankfurt, dort verkannte man allerdings sein großes Talent. Er wurde deshalb nach Fürth verkauft. Dort entwickelte sich der nur 1,73 Meter große Spieler zu seinem gestandenen Profi, der Mainz 05 ins Augen fiel. Die Rheinhessen schlugen 2011 zu. Für die 05er kam Müller insgesamt in 90 Partien zum Einsatz und konnte dabei 23 Tore selbst erzielen sowie weitere 14 Treffer vorbereiten. Ganz billig war Müller ob dieser Leistungen für den HSV deshalb auch nicht. Dem Vernehmen nach fließen 4,5 Millionen Euro Ablöse aus Norddeutschland in die Karnevalshochburg. Wie Mainz das Geld einsetzen möchte, um damit Müller, der im Mai dieses Jahres sogar in der Nationalmannschaft auflief, zu ersetzen, ist noch nicht bekannt.