Serge Gnabry ist hochmotiviert

Der hochtalentierte olympische Torschützenkönig hat sich nicht nur bei Werder Bremen einiges vorgenommen. Für die Norddeutschen ist er schon jetzt einer der wichtigsten Spieler.

Schon jetzt der wichtigste Mann

Ganz bescheiden mit einem Damenrad und dem Rucksack auf dem Rücken kam Serge Gnabry am Donnerstag zum Training. Ungewöhnlich für einen Werder-Profi, wenn man bedenkt, dass einige Spieler in der Vergangenheit gerne mit auffälligen Autos bei Weserstadion vorgefahren kamen. Doch Gnabry wolle keine falschen Eindrücke hinterlassen. Er habe nur seinen Dienstwagen noch nicht bekommen und sich ein Fahrrad vom Hotel ausgeliehen, sagte der U21-Nationalspieler. Zudem wolle er als Fußballer gesehen werden, nicht als Radfahrer.

Doch der junge Mann wird sich daran gewöhnen, immer und überall beobachtet zu werden. Er wird wahr genommen, alles was er sagt und was er tut wird Gegenstand der Öffentlichkeit sein. Gnabry ist schon jetzt der wichtigste Mann im Team von Alexander Nouri. Er hat eine außerordentliche Begabung und besitzt auch bei Niederlagen wie in Mönchengladbach die nötige Coolness, eine solche Schlappe locker wegzustecken. Trainer Alexander Nouri lobt nicht nur seine Torgefährlichkeit und Schnelligkeit, sondern auch die Reife, die Gnabry mit seinen 22 Jahren schon besitzt. Nicht nur offensiv beweist er seine Qualitäten, sondern auch in der Defensive ist er schon ein sehr wichtiger Spieler.

Gnabrys Traum von der Nationalmannschaft

Nicht nur Werder Bremen ist im Sommer auf den 22jährigen aufmerksam geworden, auch andere Klubs der Bundesliga hätten ihn gerne verpflichtet, und so glaubt der frühere U21-Coach Horst Hrubesch, dass Werder ihn auf Dauer nicht wird halten können. Hrubesch sagt ihm eine fußballerische Karriere wie die von Mezut Özil voraus. Europäische Top-Klubs erden sich eines Tages um Gnabry reißen, und auch er selbst hat Großes vor. Sein Ziel ist die A-Nationalmannschaft, und Jogi Löw hat ihm schon eine baldige Berufung in seinem Kader zugesichert.

Schon jetzt hat Serge Gnabry Kontakt zu einigen deutschen Top-Spielern wie Mezut Özil und Per Mertesacker, die er aus seiner Zeit beim FC Arsenal London kennt. Werder Bremen möchte Mertesacker im kommenden Sommer gerne verpflichten, was Gnabry freuen würde, denn er ist eng mit dem Ex-Nationalspieler befreundet.