Bundesliga: Erkenntnisse nach dem ersten Spieltag

Wollte man dem 1. Spieltag der Fußball-Bundesliga einen Filmtitel geben, so könnte der lauten: „Uns jährlich grüßt das Murmeltier“, denn an der Spitze ist alles wie gehabt. Spannend hingegen könnte es auch in dieser Saison wieder im Tabellenkeller werden, wo Darmstadt und Bremen als heißeste Kandidaten für den Abstieg gehandelt werden. Auch Schalke kommt mal wieder nicht in den Tritt.

Bayern wieder vorneweg, Werder Letzter

Die Bundesliga ist wieder da und tut so, als wäre sie nie weg gewesen. Die Bayern grüßen von der Tabellenspitze und demütigen ihre Gegner so sehr, dass man Mitleid haben muss. Zwar hatte Konkurrent Dortmund gegen Mainz seine Schwierigkeiten, doch wenn alle Stammspieler inklusive Mario Götze und Andre Schürrle richtig fit sind und das neu formierte Team eingespielt ist, werden sich die Borussen wieder als schärfste Rivalen der übermächtigen Bayern hervor tun. Am Ende könnten dann die glorreichen Vier der letzten Jahre, nämlich Bayern, Dortmund, Gladbach und Leverkusen die Champions League Plätze für sich beanspruchen.

Für Werder Bremen könnte es in dieser Saison sehr eng werden, sollte Viktor Skripnik es nicht schaffen, seine Mannschaft wieder in die Spur zu bringen, vorausgesetzt, er bleibt Trainer bei den Norddeutschen, denn die Rufe nach einem baldigen Abgang werden immer lauter.

Schalke braucht Zeit, Darmstadt ein Wunder

Auch bei Schalke grüßt alljährlich das Murmeltier. Ein neuer Trainer und ein neuer Sportdirektor sollen den Verein wieder an die Spitze bringen. Und dann sahen die Fans in Frankfurt vor allem in der ersten halben Stunde wieder die bittere Realität. Markus Weinzierl und Christian Heidel müssen neue Wege finden, und das braucht Zeit, die am Ende jedoch nicht ganz reihen könnte.

In Darmstadt geht schon jetzt die Angst vor dem Abstiegsgespenst um, denn die Leistung in Köln war alles andere als erstligareif. Nach dem Verlust von Dirk Schuster, Sandro Wagner und der Verletzung von Kapitän Ayrac Suhu muss die neu formierte Mannschaft sich erst finden. Viel Zeit bleibt dafür in der Bundesliga nicht, und so muss Trainer Norbert Meier auf ein Wunder hoffen, damit die Lilien am Ende der Saison den Klassenerhalt feiern können.