Stuttgart erhält offenbar Zuschlag bei Ginczek

Nur wenige Spieler des 1. FC Nürnberg waren trotz des Abstiegs und ihrer eigentlich nur geringen Einsatzzeiten so begehrt wie Daniel Ginczek: Der Angreifer lief 17 Mal in der Bundesliga auf und erzielte drei Tore. Trotzdem wollten der VfB Stuttgart, Werder Bremen und Eintracht Frankfurt zuschlagen und die feste Ablöse von 2,5 Millionen Euro zahlen. Den Zuschlag erhalten die Schwaben, wie der „kicker“ berichtet.

Bobic bestätigt gute Aussichten
Gegenüber dem Fachmagazin bestätigt VfB-Manager Fredi Bobic, dass sein Verein aussichtsreich im Rennen darum liege, sich die Dienste des Stürmers zu sichern. Der Verantwortliche fügt an, dass er hoffe, „in den nächsten Tagen“ den Transfer endgültig in trockene Tücher bringen zu können. Solche Aussagen hört man gewöhnlich nur dann, wenn der Wechsel tatsächlich perfekt ist und nur noch Kleinigkeit erledigt werden müssen, wie z.B. die Formulierung des Auflösungsvertrags beim bisherigen Arbeitgeber, der für jeden Wechsel vorgeschrieben ist.

Nürnberg hat Ginczek abgeschrieben
Auch in Nürnberg macht man sich keine Illusionen mehr, dass der Stürmer vielleicht auch in der zweiten Liga für die Franken auf Torejagd gehen könne. Manager Martin Bader bestätigte im Rahmen der Präsentation des neuen Trainers Valerien Ismael, dass der Spieler in die erste Liga wechseln werde. Den Verein wollte er zwar noch nicht nennen, aber in Kombination mit den Aussagen aus Stuttgart ergibt sich bereits ein klares Bild. Die Nürnberger betreiben einen kompletten Neuaufbau: Fast die gesamte Startelf mit Ausnahme von Raphael Schäfer und Javier Pinola wird den Verein wohl bis zum Saisonstart verlassen. Die Kasse ist voll. Allerdings müssen die Franken irgendwann damit beginnen, Ersatz zu beschaffen. Bislang kauften sie nur für den Sturm ein.