Hansi Flick steht bei der TSG Hoffenheim angeblich nach nur neun Monaten als Sportchef vor dem Aus. Und dies, obwohl der langjährige Assistent von Bundestrainer Jogi Löw eigentlich mit einem Fünf-Jahres-Vertrag ausgestattet ist. Flick hat sich laut „Bild“ in einen Machtkampf mit Mäzen Dietmar Hopp, Geschäftsführer Peter Görlich sowie Manager Alexander Rosen verstrickt. Gegen diese Front kann der Sportchef, der ohne Hausmacht arbeiten muss, kaum gewinnen.
Flick möchte Strukturen in Hoffenheim ändern
Flick hat sich das Ziel gesetzt, die Strukturen bei der TSG Hoffenheim zu ändern und zu modernisieren. Auch personell soll es eine Neuaufstellung geben, wenn es nach dem 52-Jährigen geht. Damit hat Flick in ein Wespennest gestochen. Die derzeitigen Strukturen wurden noch von Ralf Rangnick erschaffen und habe viele Millionen Euro gekostet. Zu behaupten, dass man in Hoffenheim wirklich sehr stolz auf die derzeitigen Strukturen ist, wäre eine schamlose Untertreibung. Die Verantwortlichen sind der Überzeugung, dass man führend in der Bundesliga aufgestellt ist.
Flick vielleicht schon gefeuert
Möglicherweise sind diese Zeilen aber auch schon veraltet, da der Sportchef bereits vor die Tür gesetzt wurde. Flick wurde seit einem gewaltigen Streit zu Beginn der letzten Januar-Woche nicht mehr auf dem Vereinsgelände der Hoffenheimer gesehen. Der 52-Jährige verpasste außerdem die Winterfeier sowie das letzte Bundesliga-Spiel der Kraichgauer. Für Interviews steht er nicht mehr zur Verfügung. Wer sich ein bisschen in der Szene auskennt, weiß, was dies bedeutet – in aller Regel sind die handelnden Personen dann bereits beurlaubt. Verein und Noch-Mitarbeiter suchen dann einem Weg, das Anstellungsverhältnis zu beenden. Mit Sicherheit möchte Hoffenheim Flick nicht noch für mehr als vier Jahre auf der Gehaltsliste haben. Flick kann im Gegenzug nichts daran gelegen sein, solange ohne Job zu sein.