Freitagsspiel 11. Spieltag: Frankfurt trotzt Bayern einen Punkt ab

Der FC Bayern München hat zum ersten Mal in dieser Bundesliga-Saison Punkte verloren. Im Duell mit Eintracht Frankfurt konnte der Meister keinen Ball im Kasten des Gegners unterbringen. Das Gastspiel in Hessen endete 0:0. Fast war es so, als hätten die Spieler der Bayern die Sätze von Frankfurts Coach Armin Veh geglaubt. Jener hatte vor dem Spiel den Abstiegskampf für die Eintracht ausgerufen. Vielleicht waren es auch die Sätze des eigenen Sportchefs Matthias Sammer, welche die Bayern hemmten: Dieser hatte erklärt, dass der Spielplan für die Münchner alles andere als gut war. Wahrscheinlicher ist jedoch eine andere Variante: Die Spieler des Tabellenführers hatten nicht mit einem derart guten Gegner gerechnet.

Frankfurt hat sich den Punkt verdient
Die Eintracht hatte sich den Punkt redlich verdient. Vielerorts kann man in der Berichterstattung lesen, Bayern sei an den „Anti-Fußballern“ aus Frankfurt zerschellt. Dies wird der Wahrheit jedoch nicht gerecht. Natürlich hatten die Münchner sehr viel mehr Ballbesitz, aber in den Torchancen schlug sich das kaum nieder: Die Bayern feuerten zehn Mal Bälle auf den Kasten des Gegners ab. Die Eintracht schoss acht Mal in Richtung von Manuel Neuer. Gute Gelegenheiten hatten dabei beide Seiten: Für Bayern vergab Robert Lewandowski beispielsweise eine erstklassige Gelegenheit. Auf der anderen Seite verpasste es Marc Stendera, den Ball im Kasten der Bayern unterzubringen.

Lewandowski trifft doch noch – aber aus Abseits-Position
Erst in den letzten 15 Minuten schienen die Bayern realisiert zu haben, dass tatsächlich ein Punktverlust drohte und begannen damit, mehr Druck aufzubauen. Beinahe hätte das zu einem Last-Minute-Tor gereicht. Lewandowski traf in der 89. Minute jedoch aus Abseits-Position – der Treffer wurde nicht gegeben. Der Rest der Liga kann aufatmen: Die unheimliche Siegesserie der Bayern ist zu Ende.