CL: Gladbach geht gegen Sevilla unter

Die sportliche Talfahrt von Borussia Mönchengladbach setzt sich auch in der Champions League fort. Nach vier Pleiten in Serie in der Bundesliga verlor die Fohlen-Elf auch das Auftakt-Spiel in der Königsklasse. Das Team von Lucien Favre unterlag dem FC Sevilla mit 0:3. Bitter für den Bundesligisten dabei: Zur Halbzeit hatte es noch 0:0 gestanden, dann sorgte eine Schauspiel-Einlage dafür, dass es für die Borussen dahinging.

Gute erste Halbzeit – dann kam Vitolo
Gladbach spielte in Spanien eigentlich eine gute erste Halbzeit und wirkte deutlich verbessert gegenüber den schwachen Auftritten in der Bundesliga. Vor allem die Abwehr schien endlich sicherer zu stehen. Doch dafür konnte sich die Borussia schon zu Beginn der zweiten Hälfte nichts mehr kaufen: Vitolo legte den Ball an Yann Sommer vorbei: Der Keeper der Fohlen berührte seinen Gegner dabei minimal – der Offensivmann sank wie vom Blitz getroffen zu Boden und erhielt seinen Elfmeter, den Gameiro verwandelte.

Der nächste Strafstoß für Sevilla folgte in der 50. Minute. Jener war allerdings unstrittig: Brouwers holte Vitolo von den Beinen. Gameiro setzte den Schuss an die Unterlatte, von dort sprang der Ball auf die Linie und konnte dann geklärt werden. Der Tag der Elfmeter war damit allerdings noch nicht vorbei: In der 66. Minute traf Jantschke Gameiro – erneut gab es zu Recht Elfmeter. Diesmal trat Banega an, der sicher verwandelte. In der 84. Minute erhöhte Konoplyanka noch nach einer Ecke auf 3:0.

Fazit: Favre ärgert sich ohne Grund
Gladbachs Coach Favre ärgerte sich nach dem Abpfiff vor allem über den ersten Elfmeter und die tatsächlich ziemlich peinlich Schauspieleinlage von Vitolo. Allerdings scheint der Schweizer dabei vergessen zu haben, dass seine Elf zugleich noch zwei weitere klare Elfmeter in einer Halbzeit verursachte – deutlicher kann sich die Verunsicherung einer Mannschaft im Prinzip nicht zeigen. Daran gilt es zu arbeiten, denn nur das kann die Borussia selbst beeinflussen.