Trainersuche: Wilmots bittet Schalke 04 um Geduld

Offiziell ist die Trainersuche des FC Schalke 04 weiterhin völlig offen. Allerdings pfeifen es die längst die Spatzen von den Dächern, dass der belgische Nationaltrainer Marc Wilmots der absolute Wunschkandidat bei Königsblau ist. Manager Horst Heldt denkt, dass sich jener mit Belgien als Trainer bewiesen hat. Zudem hat er wohl auch den Verdacht, dass er seinen eigenen reichlich ramponierten Ruf bei den Fans nachhaltig verbessern könnte, wenn er die Klublegende wieder zurückholt. Das Problem: Obwohl Wilmots eigentlich nicht abgeneigt zu scheint, bewegt sich nichts. Der Belgier selbst sorgte jetzt für Aufklärung. Er habe Schalke 04 um einige Wochen Geduld gebeten, erklärte Wilmots.

Länderspiele gehen vor
Belgien bestreitet in den kommenden Wochen zwei Länderspiele. Dabei steht auch ein Freundschaftsspiel gegen Frankreich am 7. Juni auf dem Plan. Diese Partien seien wichtiger als irgendwelche Verhandlungen. Er habe deshalb „dem Verein [Schalke] zu verstehen gegeben“, so Wilmots, dass er sich voll auf diese Partien konzentrieren werde. Die Gespräche über eine Anstellung bei Königsblau müssten warten, bis die Partien absolviert seien.

Wilmots plaudert Ausstiegsklausel aus
Obige Sätze sind aber keinesfalls ein Indiz dafür, dass der 46-Jährige nicht Trainer von Schalke 04 werden möchte. Ganz im Gegenteil: Es war Wilmots selbst, der ausplauderte, dass sein Vertrag mit dem belgischen Verband eine Ausstiegsklausel enthält. Jene könne „gegen eine Zahlung in Höhe von einer Million Euro aktiviert“ werden, so der Coach. Er könne es sich sehr gut vorstellen, zu den Knappen zurückzukehren.

Wer diese Sätze hört, kann eigentlich kaum einen Zweifel daran haben, dass nach Länderspielen alles ganz schnell geht. Sicher ist freilich nichts, dazu verliefen die letzten Wochen zu verrückt – insbesondere bei Schalke 04.