Die Regeln im Fußball

Gespielt wird auf Kunstrasen, seltener auf einem Hartplatz mit einer Torlinie zwischen 45 und 90 Metern- sowie einer Seitenlinie zwischen 90 und 120 Metern Länge. Seit 2008 sind bei Länderspielen die Maße 68 x 105 Meter vorgeschrieben. Das rechteckige Spielfeld, die Mittelinie, der Strafraum, der Anstoßkreis, der Torraum und die vier Eckkreise sind durch bis zu zwölf Zentimeter breite weiße Linien markiert. Die Fahnen an den Spielfeldrand-Ecken sind vorgeschrieben. Das Tor befindet sich mittig der Torlinie und besteht aus zwei Pfosten, einer Querlatte und einem Netz. Der Abstand zwischen den Pfosten beträgt 7,32 Meter. Die Entfernung der Querlatte zum Boden beträgt 2,44 Meter. Der Fußball ist rund und besteht aus einem geeigneten Material, zum Beispiel Leder.

Die Spieler dürfen keinen Schmuck wie Ketten, Ringe und Ohrringe tragen. Auch Brillen sind nur in Ausnahmefällen erlaubt, zum Beispiel wenn es medizinisch unbedingt notwendig ist. Solange kein Torwart gekennzeichnet ist, darf das Spiel nicht angepfiffen werden. Außer beim Einwurf, darf kein Feldspieler den Fußball mit den Händen spielen. Ein Einwurf erfolgt, wenn der Ball die Seitenlinie überquert hat. Das 90-minütige Spiel wird von einer Halbzeit unterbrochen, die maximal 15 Minuten dauert. Auf Grund von Unterbrechungen während des Spiels, gibt es meist eine vom Schiedsrichter angeordnete Nachspielzeit.

Jede Mannschaft kann bei Bedarf bis zu drei Ersatzspieler einwechseln. Gründe dafür können zum Beispiel Platzverweise (Rote Karte) sowie verletzte und erschöpfte Spieler sein. Auch taktische Änderungen können den Einsatz von Ersatzspielern begründen. Wurden Spieler bereits ausgewechselt, dürfen sie nicht wieder eingewechselt werden. Bei Nichteinhaltung der Regeln gewinnt der Gegner im Nachhinein 3:0, außer er hat mehr Punkte erreicht. Besteht eine Mannschaft aus weniger als sieben Spielern, kann das Spiel abgebrochen werden, wenn diese Mannschaft im Rückstand liegt und dies der Spielführer der dezimierten Mannschaft wünscht. In diesem Fall gilt dasselbe wie bei Nichteinhalten der Regeln.

Auf dem Spielfeld befindet sich der Fußballschiedsrichter, der die Einhaltung der Regeln überwacht. Bei höherklassigen Spielen wird er von zwei Linienrichtern unterstützt, die sich an der Spielfeld-Längsseite aufhalten. Zudem steht bei vielen internationalen Spielen wie der WM, EM, dem Europapokal oder dem UEFA Women’s Cup ein weiterer Assistent zur Verfügung. Er, der „Vierte Offizielle“ überwacht das Verhalten der Ersatzspieler, Trainer und Betreuer, wickelt Ein- und Auswechslungen ab und zeigt die Nachspielzeit an. Seit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wird zusätzlich ein fünfter Offizieller eingesetzt, der als Assistenten-Reserve fungiert. In Champions- und Europa League gibt es seit 2010 zwei zusätzliche Torrichter, die entscheiden, ob sich ein Ball hinter der Torlinie befindet oder nicht.

Verstoßen Spieler gegen die Regeln, bedeutet das ein Foul und die gegnerische Mannschaft erhält nach einer kurzen Unterbrechung einen Freistoß oder einen Strafstoß beziehungsweise Elfmeter, wenn im Strafraum gefoult wurde. Elfmeter wird es deshalb genannt, weil der Abstand von Tor und Strafstoßpunkt elf Meter beträgt. Hätte die geschädigte Mannschaft aufgrund einer Unterbrechung ein Nachteil oder würde eine vorteilhafte Spielsituation verlieren, kann es auch sein, dass der Schiedsrichter das Spiel weiterlaufen lässt. Es gibt direkten und indirekten Freistoß und Strafstoß. Direkte Freistöße können direkt Tore erzielen. Bei einem indirekten Freistoß, muss erst ein anderer Spieler den Ball berühren, so dass er sich bewegt, bevor ein Tor erzielt werden kann.

Neben der Roten Karte, bei einem schweren Foul, die Platzverweis bedeutet, kann der Schiedsrichter auch die Gelbe Karte zeigen und damit eine Verwarnung aussprechen. Zwei Gelbe Karten bedeuten ebenfalls einen Platzverweis und ziehen die Rote Karte nach sich. Die Abseitsregel besagt, dass angreifende Spieler in Bezug auf die Verteidiger bestimmte Spielfeld-Positionen meiden müssen, da sonst der Angriff auf das Tor unterbunden wird. Wird ein Spiel unterbrochen, ohne dass jemand gefoult hat, zum Beispiel bei einer Verletzung, die nicht durch andere Spieler herbeigeführt wurde, wird ein Schiedsrichterball gegeben. Das heißt, das Spiel wird nach der Unterbrechung an der Stelle fortgesetzt, an der es vor der Unterbrechung aufgehört hat.

Verhindert schlechtes Wetter oder Nachlässigkeit ein ordnungsgemäßes Spiel und droht Verletzungsgefahr, kann das Spiel abgesagt werden oder es wird angepfiffen und gleich danach unterbrochen. Sollte das Flutlicht bei Dunkelheit ausfallen, wird das Spiel ebenfalls unterbrochen. Sobald nach etwa 30 Minuten der Fehler nicht behoben wurde, fällt das Spiel aus. Wenn bei Nebel das Tor von der gegnerischen Torlinie nicht mehr sichtbar ist, fällt das Spiel ebenfalls aus. Bei Schnee wird ein roter, gut sichtbarer Ball benutzt und die Strafräume werden mit acht Hilfsflaggen gekennzeichnet.